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Wer so gewirkt im Leben,

wer so erfüllte seine Pflicht

und stets sein Bestes hat gegeben,

für immer bleibt er euch ein Licht.

Klaus Andrzeczjak

Klaus Andrzejczak


Alle unsere Gebete und Genesungswünsche sind leider unerfüllt geblieben.
 
Mit großer Trauer müssen wir euch mitteilen,
dass "unser" Klaus heute für immer von uns gegangen ist.
Wir werden ihn immer in unserem Herzen bei uns tragen,
seiner Gedenken wenn wir Musik hören.
 
5. Juni 2013

Ein Kondolenzbuch wurde auf seiner

Internetseite eingerichtet.

www.klausandrzejczak.de


Kurze Biographie von Klaus

Von Hartmut Heiber   (NRW Coordinator)

Klaus Andrzejczak kam auf Umwegen zum Square Dance. In den 1980er Jahren war er Mitglied eines Westernvereins in Duisburg-Rheinhausen. Dann, mit etwa 30 Jahren, lernte er in einem Saloon in Dinslaken – es waren  die 1989 gegründeten „Yukon Tramps & Drivers“ – Square Dance kennen und war begeistert. Er wurde in diesem Club  im Frühjahr 1990 graduiert und lernte bald auch zu  callen. Dann begann er seine Caller-Laufbahn und nahm nach und nach immer mehr Angebote dieser Tätigkeit an, die ihn reizte und ihm gefiel.  Bereits im Jahr 1992 war er einer von 11 Gründern des Square Dance Clubs „Fun Loving Happy Hoppers“ in Oberhausen-Sterkrade. Die Mitglieder waren der Meinung: “Klaus kann tanzen, er kann singen, also kann er auch callen“, so wurde er zum Clubcaller gekürt. Bald genügte sein Callen den eigenen Ansprüchen nicht mehr, und er besuchte 1994 die Caller School von Kenny Reese in Darmstadt und erlernte dort, was für diese Tätigkeit wichtig ist. Später hat er weitere Caller Schools bei den amerikanischen Callern Kenny Reese und Dave Wilson besucht. Noch später, als er immer mehr Routine und Erfahrung hatte, bildete er in den Clubs, in denen er tätig war, andere Caller aus. Diese Clubs sind zahlreich und im Laufe der Jahre zu seinen anfänglichen Aktivitäten hinzu gekommen. Es sind die folgenden:

-           Oberhausen: Fun Loving Happy Hoppers   (einmal wöchentlich, Mainstream)
-           Solingen: Crossing Swords   (zweimal monatlich, Mainstream u. Plus)
-           Oer-Erkenschwick:  Stimberg Wheelers   (zweimal monatlich, Mainstream u. Plus)
-           Werne a.d. Lippe:  Horne Swingers  (einmal monatlich, Plus)
-           Krefeld:  Silk City +  (zweimal monatlich, Plus)
-           Krefeld:  Shadow Chasers  (alle zwei Wochen, A1 u. A2)

Die beiden letzten Clubs hat er mit gegründet, die „Shadow Chasers“ im Februar 2005 und die „Silk City +“ im Oktober 2006, beide in seiner Heimatstadt Krefeld. Darüber hinaus war er immer bereit, bei einem Clubabend in nordrhein-westfälischen Clubs – und das sind z.Z. ziemlich viele – einzuspringen und auszuhelfen, wenn mal ein Caller ausfiel oder nicht zur Verfügung stand. Selbst bei uns in Köln war er bei den „Crowns & Flames“ regelmäßig ein  Mal im Monat ein gern gesehener Gast(-Caller). Auch beim  Kölner Club „Colonia Swingers“ hat er schon als Gast gecallt, zuletzt war dies am 6. Juni 2012. Bei vielen Specials in der Region ist er als MC (Master of Ceremonies) aufgetreten.

An Wochenenden callte Klaus auf vielen Specials hauptsächlich bei deutschen Clubs, aber auch im europäischen Ausland. So war er an vielen Tagen der Woche und auch an vielen Wochenenden unterwegs.  Er tat dies mit echtem Enthusiasmus und war immer bereit, den Tänzern und den Clubs, in denen er aktiv war, seine Zeit zu opfern und alles zu geben, was er in seinem reichen Erfahrungsschatz gesammelt hatte. Man fragte sich manchmal, woher er die Zeit nahm für die vielen Auftritte und Reisen. Er war ja am Alltag ein normal Beschäftigter bei der Firma Bayer in Krefeld-Uerdingen. Vor allem stand er immer mit Freude und Spass auf der Bühne, sein Humor, manchmal etwas trocken, war eine Lust für Tänzer und  Zuhörer.
 
 Klaus hat sich im Laufe der Jahre vom Mainstream-Programm über Plus bis zum Level A(dvanced) 2  „hochgearbeitet“ und meisterte auch dieses Programm mit Bravour. Besonders interessant für die Tänzer, aber auch seine Caller-Kollegen waren seine Workshops, die er für diese Programme anbot, und er konnte das gesamte Parkett – wir sagen lieber: den gesamten Dance Floor – stundenlang mit ausgefeilten Erklärungen und auch Spitzfindigkeiten der Definitionen unterhalten. Wenn er dann die Musik ausstellte und sagte „Hi – ich bin’s nur“,  wußte jeder Tänzer und jede Tänzerin, dass eine dieser Erklärungen bevorstand. So behalten wir ihn sicher in guter Erinnerung.  Aber wir werden auch nicht vergessen, dass er hin und wieder die Gitarre (für die Älteren unter uns: die Klampfe) nahm und zur Afterparty ein paar Lieder aus seinem Repertoire anstimmte. Das war immer besonders gemütlich, und die Afterpartys konnten dann länger als sonst dauern. Klaus ließ sich auch nicht lange bitten, den einen oder anderen Tip zu callen, wenn die Leute während dieser Partys nach  dem Essen sich noch mal bewegen wollten.

Klaus war ebenfalls Mitglied der Dachverbände ECTA (Europa) und der weltweiten Callerlab, er war von 2001 bis 2004 Training Director (jetzt: Square Dance Coordinator) bei der ECTA, und bei Callerlab hat er in den Mainstream und Plus Overseas Committees mitgearbeitet.

Wir werden ihn nicht vergessen, wann immer wir im Square stehen und seine Singing Calls hören.   Ich bin ziemlich sicher, dass er dann vom Himmel herunter schaut und sich mit uns freut. Lasst uns diese positive Erinnerung an Klaus behalten und ihm ein ehrendes Andenken bewahren! 


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